Radfahrer „aufsteigen“ bitte… oder wie das Fahrrad zu mir kam

 

Willkommen auf meinem neuen Blog über das Radfahren in Mainz und Rheinhessen. Als selbständige „Velo Fee“ bin ich viel mit dem Rad unterwegs. Ich bin aber keine von den total durchgestylten Radfahrerinnen. Einfach die normale Alltagsradlerin ohne Hightechrad. Das Fahrrad ist für mich das wichtigste Fortbewegungsmittel und wird in diesem Jahr 200 Jahre alt. Ich bin so froh „liebes Fahrrad“, dass es Dich gibt und ohne Dich wäre mein Leben nur halb so schön. Wer selbst Rad in Mainz fährt, weiß womit wir Radfahrer*innen Tag täglich zu kämpfen haben. Ich will in meinem Blog versuchen nicht zu böse über Autofahrer zu schreiben und die Dinge auch aus der Sicht anderer Verkehrsteilnehmer darzustellen. Ich kann schon jetzt sagen, dass es mir nicht immer gelingen wird. Ich bin einfach mit Leib und Seele Radfahrerin und kann eben nicht verstehen, warum immer noch so viele Menschen in dieser Stadt auf das Auto als Fortbewegungsmittel Nummer 1 setzen. Ich denke es würde uns allen besser gehen, wenn wir uns mehr bewegen würden und unsere Umwelt entlasten. Ich verstehe schon, dass nicht jeder alles mit dem Fahrrad erledigen kann. Aber müssen wirklich so viele Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen? Dafür gibt es doch den ÖPNV. Und muss ich immer zum Einkaufen mit dem Auto in die Stadt fahren? Kann ich das nicht einfach auch mal mit dem Bus oder der Bahn machen? Wo ist das Problem einfach mal sein Auto stehen zu lassen und zu Fuß zu gehen, wenn es die Wegstrecke zulässt.

Und wenn ich jetzt so darüber nachdenke…. Ich bin ja selbst so gerne Auto gefahren. Mein liebstes und letztes Auto war ein alter VW Käfer Baujahr 1967. Mensch was hab ich das Auto geliebt. Und irgendwann, ich glaub es war 1993. Da hat mich ein Freund mit zwei Fahrrädern ins Auto geladen und wir sind ans Meer gefahren. In St. Peter Ording haben wir die Räder ausgepackt und sind los geradelt. War das ein Spaß. Auf dem Rad zu sitzen, sich den Wind um die Ohren wehen zu lassen und einfach das tolle Gefühl etwas für sich getan zu haben. Von diesem Moment an war ich infiziert. Das Radfahrvirus hatte mich gepackt. Nach diesem Wochenende zu Hause angekommen, habe ich mir erst mal ein Fahrrad gekauft. Von nun an erledigte ich fast alle Wege mit dem Rad. Mein Auto stand nur noch auf dem Parkplatz und da fiel die Entscheidung ganz aufs Rad umzusteigen superleicht. Die Bedenken meiner Mitmenschen, die mich immer wieder darauf Aufmerksam machten, dass es ja auch einen Winter gäbe und wie ich mir dass denn vorstelle bei jedem Wetter mit dem Rad unterwegs zu sein, schmetterte ich mit einem Lächeln ab. Für mich war klar: Ich will nie wieder ein Auto haben. Die beste Entscheidung meines Lebens. Wenn einem erst mal aufgefallen ist, wie viel Zeit und Geld man durch das Abschaffen eines PKWs spart, ist man einfach nur noch froh dieses Ding losgeworden zu sein. Heute erzähle ich immer ganz stolz, dass ich schon 23 Jahre ohne Auto lebe. Für Berlin ist das wahrscheinlich total normal. Hier in Mainz ist das aber noch etwas Anderes. Da werde ich schon manches Mal belächelt, wenn ich erzähle, dass ich kein Auto habe und auch keines haben möchte. Wir Radfahrer*innen in Mainz werden aber immer mehr und wir werden immer lauter!!!


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