„Gängelgitter“

Umlaufgitter …  oder wie sie umgangssprachlich genannt werden: Drängelgitter. Für mich sind es eher „Gängelgitter“. Denn ganz ehrlich – was haben diese Gitter auf dem Radweg verloren? Der Sinn soll wohl sein, den Radfahrer zum Absteigen und zum Durchschieben seines Fahrrads zu zwingen, damit er die herannahende Straßenbahn im Blick hat und nicht von der Bahn überfahren wird.  Halloooo… wer steigt denn bitte sehr hier ab und schiebt sein Fahrrad durch die Umlaufgitter? Ich fahre natürlich durch….

weil ich keine Lust habe abzusteigen.  Während der Bewältigung des Drängelgitters  (oder soll ich besser sagen „Hindernisparcours“) bin ich so damit beschäftigt mich auf dem Rad zu halten, dass ich für die Gleise und die eventuell herannahende Bahn keine Augen mehr habe. Ich halte diese Art der Verkehrsregelung extrem gefährlich. Kommt es doch beim Passieren von Drängelgittern immer wieder zu kleineren Verletzungen an Händen und Knöcheln. Zumal diese Art der Umlaufgitter für Lastenradfahrer und Radfahrer mit Anhänger kaum zu durchqueren ist. Es soll eine EU-Vorschrift für die Gestaltung von Bahnübergängen für Radfahrer geben, aber da muss wirklich noch mal nachgebessert werden. Gerade letzte Woche habe ich an dieser Stelle gesehen, wie eine Elektro-Rolli-Fahrerin die Umlaufgitter auf der „Autofahrbahn“ gegen die Fahrtrichtung umfahren hat, um dann auf der anderen Seite der Gitter auf den Gehweg aufzufahren. Ich bin so unglücklich mit dieser Lösung, denn dies ist ein neu gebauter Radweg. Der Plan war ja eigentlich Mainz fahrradfreundlicher zu gestalten. Aber wenn ich dann noch weiter mit dem Rad von Marienborn Richtung Lerchenberg fahre, stoße ich auf das nächste Drängelgitter.

An einer Stelle, die ich auf dem Rad fahrend sehr gut einsehen kann. Aber hier werde ich genötigt am Berg abzubremsen und mich durch diese Gitter zu schlängeln. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen… ich fahre mit meinem Fahrrad bergauf und muss auch noch abbremsen. Warum macht man es uns Radfahrern*Innen denn bitte noch schwerer? Nein, ich fahre noch kein E-Bike und habe es in den nächsten Jahren auch noch nicht vor. Also lasst mich einfach nur hochfahren ohne abzubremsen. Aber ich kann auch gerne auf der Landstraße fahren. Vielleicht ist das hier ja so gewollt. Es macht mich jedes mal n bissl mehr wütend, wenn ich hier lang fahre.

Ich will es jetzt mal so formulieren: Wir Radfahrer*Innen wollen uns ja alle nicht selbst das Leben nehmen. Also ist es für uns ja wohl selbstverständlich beim Queren von Bahnübergängen auf Straßenbahnen zu achten. Oder soll ich das jetzt so verstehen, dass wir alle nur Rad fahren, weil wir potentielle Selbstmörder sind?


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